“In aller Freundschaft”-Star Michael Trischan: Wird es ein Wiedersehen mit Brenner geben?
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von Johanna GrauthoffBild: imago/STAR-MEDIA
Er gehörte über ein Jahrzehnt zu den prägendsten Gesichtern der ARD-Erfolgsserie “In aller Freundschaft”. Mit seiner Rolle als Hans-Peter Brenner wuchs Michael Trischan vielen TV-Zuschauer:innen ans Herz. Umso überraschender kam 2020 das Serien-Aus. Ein Überblick über seine Karriere und das Leben abseits der Kamera.
Steckbrief
- Name: Michael Trischan
- Geburtstag: 26. Juli 1961
- Geburtsort: Friedberg
- Wohnort: Leipzig
- Größe: 1,78 Meter
- Familienstand: verheiratet
- Kinder: zwei Söhne
Ein bekanntes Gesicht im deutschen Fernsehen
Michael Trischan wurde 1961 geboren und steht seit Anfang der 90er-Jahre regelmäßig vor der Kamera. Heute zählt der 64-Jährige zu den Schauspielern, die sich durch bodenständige Figuren und viel Alltagstauglichkeit ins Gedächtnis spielen.
Bevor er sich der Schauspielerei widmete, absolvierte der gebürtige Friedberger zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Erst danach entschied er sich für die Schauspielschule – eine Kombination, die seiner späteren Paraderolle besonderen Realismus verlieh.
Sein TV-Debüt gab er bei “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”. Dort stand er in 72 Folgen als Pfleger Jürgen Borchert vor der Kamera. Danach folgte ein Sprung ins Krimi-Genre: als Polizist Kalle in der ZDF-Produktion “Die Stadtindianer”. Von 2006 bis 2009 übernahm er erneut eine durchgehende Ermittler-Rolle – diesmal als Carl Eberling in der ZDF-Serie “Da kommt Kalle”.
Sein Markenzeichen blieb dabei stets: alltagsnahe Figuren, berufliche Kompetenz und ein gewisser Humor.
Vom Krankenpfleger zum TV-Arzt
2007 startete Trischan bei “In aller Freundschaft”. Seine Figur Hans-Peter Brenner begann – passend zu seinem realen Werdegang – als Pfleger, holte das Medizinstudium nach und wurde später selbst Arzt in der Sachsenklinik.
Brenner wurde über die Jahre zur echten Identifikationsfigur. Vor der Kamera bildete er an der Seite von Monika Lennartz ein Duo, das die Fangemeinde über viele Staffeln begleitete.
Insgesamt brachte es Trischan auf 533 Folgen. Eine beeindruckende Zahl, die erklärt, warum viele Zuschauer:innen ihn als “Gesicht der Sachsenklinik” wahrnahmen.
Das überraschende Serien-Aus
2020 überraschte Trischan Serien-Fans und Branchenkolleg:innen mit seinem öffentlich verkündeten Serien-Ende. In einem langen Facebook-Post äußerte er Verständnis, aber auch Wehmut.
Einerseits verstehe ich die Entscheidung, Platz zu machen für neue Handlungsstränge und Rollen, die auch notwendig sind. Anderseits bedauere ich diese Entscheidung! Ich würde heucheln, wenn es nicht so wäre.
Er betonte, welche Bedeutung die Serie für seine berufliche Bekanntheit im deutschsprachigen Raum hatte und blickte zugleich wohlwollend auf die Zukunft des Formats: “Ich wünsche Euch, dass weiterhin gute Geschichten die ‘Freundschaft’ beleben und auf das Beste unterhalten.”
Die letzte Folge mit ihm als Hans-Peter Brenner wurde Anfang 2021 ausgestrahlt. Er hatte über 13 Jahre Seriengeschichte geprägt und mehr als ein Drittel seiner beruflichen Laufbahn in der Sachsenklinik verbracht.
Bild: imago / STAR-MEDIA
Fest eingeplantes Wiedersehen zerplatzt
Der Ausstieg sorgte für deutliche Reaktionen im Netz. Zahlreiche Zuschauer:innen wünschten sich ein Bleiben der Figur. Kurz nach seinem Statement bestätigte der MDR Trischans Abschied und signalisierte zugleich Hoffnung in Richtung Publikum. “So viel können wir aber schon verraten: Hans-Peter Brenner wird Leipzig nicht verlassen und den Kollegen der Sachsenklinik freundschaftlich verbunden bleiben”, schrieb der Sender damals.
Trischan selbst machte im Interview mit dem Online-Magazin “TVSpielfilm.de” deutlich, dass er die Entscheidung nicht als Bruch verstand: “Ich bin auch nicht ‘rausgeflogen’ oder gekündigt worden. Der Vertrag wurde nicht verlängert, das ist ein Unterschied!”
Ich blicke nicht zurück im Zorn!
Zwei Jahre später äußerte sich Trischan erneut über die Umstände des Abschieds – diesmal etwas nüchterner. Er berichtete von einem kurzen Gespräch über einer “halben Tasse Kaffee”, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass die Zusammenarbeit endet – mitten im ersten Lockdown 2020. “Wie freundlich von den Verantwortlichen”, kommentierte der gebürtige Hesse rückblickend.
Er habe sich gewünscht, den Ausstieg frühzeitig planen zu dürfen. Außerdem sei man nicht begeistert gewesen, dass er sofort an die Öffentlichkeit damit gegangen ist. Der Schauspieler wollte dabei lediglich deutlich machen, dass er für neue Projekte frei ist. Nach langer Zeit Funkstille zwischen Trischan und dem MDR war für ihn klar: